Felix Stockert

Rahmung

Graugerührte Masse unter meinem Fuß,
statt Vogelsang Zahnradrattern,
und fern von mir der Wald.

Voll Sehnsucht mein Blick,
zur grünen Krone,
herbstvergilbt das Kleid,
der Schuh kahlpoliert für Wein.

»Ach!«, steigt ein Seufzen,
aus meinem Herz empor.
Fliegt fort und ich fühl‘ mich,
hier unten so verloren.

Wie gern wär ich umschlungen von jenem Wald,
der dort oben unbewegt vor mit entflieht?

Steht einfach da und lehrt mich,
echtes Sehen.
Und flüstert mir, dass jener ferne Wald,
– hier, jetzt –
auf meinem Auge liegt.

Hier unten ist wohlgerahmt,
was dort oben ein anderes wär‘.
Ein Wald den vor lauter Bäumen,
ich nicht als Wald dann säh‘.