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Rahmung
Graugerührte Masse unter meinem Fuß,statt Vogelsang Zahnradrattern,und fern von mir der Wald. Voll Sehnsucht mein Blick,zur grünen Krone,herbstvergilbt das Kleid,der Schuh kahlpoliert für Wein. »Ach!«, steigt ein Seufzen,aus meinem Herz empor.Fliegt fort und ich fühl‘ mich,hier unten so verloren. Wie gern wär ich umschlungen von jenem Wald,der dort oben unbewegt vor mit entflieht? Steht einfach…
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Was der Dichter dir damit sagen will
Es braucht kein langes Rätselraten,kein Hacken, Hauen, Schürfen, Graben,um hier und heut und klipp und klar,herauszufinden, was ich sage. Und ich sage: Rosen sind schön!Ach, was lieb ich meine Rose!Rosen sind so rot und schön! Das war’s auch schon,das Gedicht ist hier zu Ende.Such lieber nicht weiter, du findest ja doch nichts.
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Lootboxen
Lootboxen, sagen die Eltern,sind das Übel jener Tage.Sie verführen unsere Kinder,sie ködern mit Aussicht auf schalen Gewinn. Kauft euch lieber Panini-Sammelkarten!Da habt ihr was in der Hand. Panini-Sammelkarten, sagten die Eltern,waren das Übel, lang ist’s her.Auf dem Schulhof dealten die Kinder,und verloren das große Ziel aus den Augen. Spielt lieber mit Murmeln!Sie sind viel schöner…
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Schöner Dank
Was sei der Lohn für all die Müh‘,Das fragst du dich so dreist?Was warte denn am Ende wohlvon Tränen, Blut und Schweiß? Sei dir gewiss: satt macht’s dich nicht.Lass dir sagen: s’füllt nicht deinen Magen. Die Seele aber mag aufsteigentosen, schweben, fliegen, gleitenzu höchsten Höhen, ganz bestimmtwenn sie des and’ren Dank vernimmt.
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Dekret
Es sprach ein Vater einst zu seinem Sohne:Bleib ja im Haus, egal was kommt!Denn draußen lauern die Gefahrensetz‘ einen Fuß hinaus und promptüberfallen sie dich in Scharen! Diebe, Gauner, Lumpenpackegal, wie du’s auch nennst.Sie alle packen dich am Sack,egal, wie viel du flennst! Drum schließ die Tür, schließ sie ganz fest,und mach niemandem auf.Wenn doch…
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Pseudopoesie
Ist der Schreiber auch betrübt,im Schreiben ist er doch geübt,und mutig schreibt er munter weiter,am nächsten Tag wird’s vielleicht heiteram Ende wär’s halt doch gescheiter,wenn er einfach weiter mit den Bürstenmännerndurch die Straßen seiner Ehre zieht,bevor er dann, vom Krieg zerendet –das Messer und zum Abschied zieht. Ist keine Wahrheit in den Worten,kann keine Lüge…
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Für dich
Wer wartet auf mich, am Ende des Winters?Wenn der Schnee schmilzt und die Winde wehen?Werde ich zergehen, in meinem Innern?Ein zartes Flehen, ein zittriges Flimmern.Und tausend Stimmen wimmern. Wie Eis so starr, vom Licht allein geküsst,sein Hauch die Kraft des Feuers, dochteuer scheint die Morgensonne, undferner noch liegt jene Wonne,die du in deinen Armen trägst.Aber…